Genese des utopischen Genres. Amerigo Vespucci und der 'Mundus Novus'

13,99 €*

Nach dem Kauf zum Download bereit Ein Downloadlink ist wenige Minuten nach dem Kauf im eigenen Benutzerprofil verfügbar.

ISBN/EAN: 9783346403933
Akademische Arbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Latinistik - Mittel- und Neulatein, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit), Veranstaltung: Utopia. Mensch und Gesellschaft bei Thomas Morus und seinen Nachfolgern, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit stellt den Versuch dar, das von Morus verfasste Werk 'Utopia' aus seinem historischen Umfeld heraus zu begreifen, um so die Einsicht zu erlangen, dass das Aufkommen eines solchen literarischen Genres nur vor dem Hintergrund neuzeitlicher Expeditions- und Entdeckungsreisen verstanden werden kann. Dabei soll insbesondere der um 1502 von Amerigo Vespucci abgefasste Brief 'Mundus Novus' und die darin enthaltenen Schilderungen über indigene Völker als eine Art Mustervorlage und Prototyp herangezogen werden. Als Thomas Morus 1516, angetrieben durch den Humanisten Erasmus von Rotterdam, sein Werk 'De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia' veröffentlichte, traf er dabei nicht nur den Nerv der Zeit. Zugleich löste 'Utopia' auch eine Kettenreaktion utopischer Folgeromane aus, die das neu entwickelte Genre auf je individuelle Weise rezipierten und weiterdachten. Trotz der Tatsache, dass im wissenschaftlichen Diskurs 'Utopia' meist in die Reihe früherer Konzepte von Idealwelten, wie Platons 'Politeia' gestellt wird, muss das Werk von Morus vor allem von seiner zeitgenössischen Dimension her gelesen und seine epochale Sonderstellung markiert werden. Insbesondere in der historischen Utopieforschung wird 'Utopia' als neue literarische Gattung und epochaler Einschnitt gewertet. Grund zur Annahme ist der große neuzeitliche Referenzrahmen der Entdeckungsreisen durch Personen wie Amerigo Vespucci, Christoph Columbus oder Ferdinand Magellan. Denn mit der Erforschung ferner Kontinente ging zeitgleich eine Entgrenzung der bekannten Welt einher, wobei das Neue weniger kontinuierlich in das Alte integriert, sondern vielmehr aus einer exzentrischen Position heraus betrachtet wurde.

0 von 0 Bewertungen

Geben Sie eine Bewertung ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit dem Produkt mit anderen Kunden.


shop display image

Möchten Sie lieber vor Ort einkaufen?

Haben Sie weiterführende Fragen zu diesem Buch oder anderen Produkten? Oder möchten Sie einfach doch lieber in der Buchhandlung stöbern? Wir sind gern persönlich für Sie da und beraten Sie auch telefonisch.

Bergische Buchhandlung R. Schmitz
Wetterauer Str. 6
42897 Remscheid-Lennep
Telefon: 02191/668255

Mo – Fr10:00 – 18:00 UhrSa09:00 – 13:00 Uhr