Frauenfeindlichkeit als Quelle des Komischen? Misogyne Haltungen und Komik in William Shakespeares 'The Taming of the Shrew'

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ISBN/EAN: 9783638891660
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Anglistik - Komparatistik, Note: 1.0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Komparatistik), Veranstaltung: Proseminar: Gender Studies in Historical Perspective, Sprache: Deutsch, Abstract: aus der Einleitung: Die bekannteste Bearbeitung des Motivs der Zähmung einer widerspenstigen Frau in der Literatur findet sich bei Shakespeares The Taming of the Shrew (datiert um 1593 ). Sehr schnell ist Shakespeares 'Zähmung' in den Interessenfokus der feministischen Literaturkritik geraten: die Darstellung von Frauenhass, Sexismus und patriarchalischen Machtstrukturen haben dem Stück zum Prädikat 'Problem Play' verholfen (vgl. Pfister 2000a: 393). Doch basiert die Komik des Stückes wirklich nur auf frauenfeindlichen Äußerungen und Handlungen gegen eine als 'shrew' gebrandmarkte, ungehorsame Frau? Vor dem Hintergrund eines kurzen Überblicks zum Menschenbild im England der frühen Neuzeit, möchte ich in dieser Arbeit näher auf die Typologie der Hauptcharaktere des Dramas eingehen und die vordergründig frauenfeindlichen Aspekte - vor allem bezüglich des Zähmungsgeschehens - näher betrachten. Daran schließt sich eine Untersuchung der Sprache Katherinas und Petruchios in Schlüsselstellen, wie zum Beispiel dem Schlagabtausch und der Schlussrede an, um von diesen Ergebnissen auf ironische Aussagen 'zwischen den Zeilen' sowie Widersprüchen und Spannungen zu schließen und damit die rein misogyne Auslegung des Komischen in The Taming of the Shrew in Frage zu stellen. Da auch die gattungstheoretische Einordnung - die sich zwischen 'farce' und 'romance' bewegt - Aufschluss zur Interpretation des Komischen im Stück gibt, möchte ich mich im Anschluss an die Textbetrachtung auch diesem Thema zuwenden und diesbezüglich zwei Interpretationsansätze darstellen. Ein Blick auf einige in den Kontext des Stückes und der Fragestellung gehörige Aspekte des elisabethanischen Theaters rundet meine Darstellung ab. Dazu gehören die Aufführungspraxis des 'cross-casting', dessen offene Thematisierung in dem Verwirrspiel um Christopher Sly in der Einleitung einen nicht unwesentlichen Teil zur Rezeption der darauf folgenden Geschehnisse beiträgt, sowie die Beschreibung der damaligen Publikumsstrukturen.

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