Alexander der Große in der mittelhochdeutschen Literatur am Beispiel des Straßburger Alexanders

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ISBN/EAN: 9783638040983
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,5, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Alexander der Große - Wirken und Wirkungen, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Wirklich ist die Geschichte Alexanders wie ein Epos, das historische Wirklichkeit wurde.' so schreibt Wolfgang Schuller in seinem Porträt 'Alexander der Große - die Inszenierung eines Welteroberers'. Die Eroberungen und Taten des mazedonischen Herrschers regten daher auch im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Autoren und Dichter an, sich künstlerisch mit ihm auseinanderzusetzen. Der Sohn Philipp des Zweiten wurde zum einen als Eroberer aber auch Herrscher zum reellen Vorbild von verschiedenen historischen Persönlichkeiten, zum anderen wurde er von diversen Literaten zum Vorbild stilisiert. Dies begann bereits nach seinem Ableben am 10.Juni 323 v. Chr. und zieht sich bis in die Jetztzeit, in das 21. Jahrhundert. Die vorliegende Arbeit behandelt in diesem Zusammenhang den Alexanderroman in der mittelhochdeutschen Literatur, die hier aufgrund der Zeitumstände im Europäischen Mittelalter der Entstehungszeit bzw. Adaptierungszeit des antiken Alexanderstoffes eigene Akzente aufweist. Als Textgrundlage wird der sogenannte 'Straßburger Alexander' herangezogen, eine Bearbeitung des 'Alexanderliedes des Pfaffen Lamprecht', welches Leben und Taten Alexander des Großen erzählt. Die zu bearbeitenden mittelalterspezifischen Aspekte können anhand dieser ausgewählten Textgrundlage herausgearbeitet werden; eine Heranziehung weiterer, etwa frühneuhochdeutscher Bearbeitungen des Stoffes würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Der erste Teil der Arbeit wird kurz auf die bekannten Fakten zur Überlieferung und Adaption des Alexanderliedes eingehen. Der darauffolgende behandelt in knapper Weise das historische Umfeld der Entstehungszeit des ausgewählten Werkes, soweit es dem Verständnis der spezifischen Aspekte dienlich ist. Im dritten, dem umfangreichsten Teil, gilt es einige wesentliche Besonderheiten des mittelhochdeutschen Textes herauszuarbeiten. Abschließend folgen noch ein paar Gedanken zur geschichtswissenschaftlichen Verwertung der fiktionalen Texte. Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht hatte als Quelle eine französische Dichtung, ein Werk von 'Alberich von Bisinzo', wie der Autor selbst in den Zeilen 13/14 schreibt; eine in der mittelhochdeutschen Literatur übliche Benennung der Textquelle. 'Elberîch von Bisen-zum - der brâte uns diez liet zû, [...]', 'Alberich von Bisinzo, der überlieferte uns das Lied.'

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